(Hintergrundinfo zu "Manöver in Shilo")
Das "Aus" im Jahr 2000
Die
strukturschwache Region um Shilo war auf das deutsche Geld dringend
angewiesen. Erhebliches
Aufsehen erregte daher die Ankündigung des deutschen Verteidigungsministers
im Jahre 1999, dass der weitere Übungsbetrieb aufgrund der angespannten
Haushaltslage der Bundeswehr in Frage gestellt wäre. Einer
umgehenden Intervention der kanadischen Regierung folgte prompt das
Dementi des deutschen Verteidigungsministeriums. Dies
änderte jedoch nichts daran, dass im Herbst des Jahres 2000, nach
einer verkürzten Üb-Periode alles bewegliche Material der Bundeswehr
im Bahntransport zur Ostküste und dort auf Frachtschiffe verladen
wurde. Nach
einem feierlichen Appell wurde schließlich im Dezember des Jahres
2000 die deutsche Flagge zum letzten Male eingeholt, der Kommandeur
verließ als letzter deutscher Soldat die "Base" und flog mit seiner
Familie umgehend ab Flughafen Winnipeg nach Deutschland zurück.
Foto:
Stabsgebäude an der Q-line, 1988 (Leitsch)